Geteiltes Wissen ist Macht

Neues Wissen wird in Rekordtempo geschaffen. Gleichzeitig entwickelt es sich immer mehr zum Gemeingut. Doch was bedeutet der Megatrend Wissenskultur für Unternehmen und die Innovationskultur von Morgen?

Blick ins Kreativlabor "Creative Innovation Lab"

Megatrend im Fokus: Wissenskultur

 

Technologien ermöglichen es heute, enorme Mengen an Wissen zu generieren. Keine Daten, sondern neue Erkenntnisse und Informationen. Das neu geschaffene Wissen zirkuliert nicht mehr nur in kleinen Kreisen. Über das Internet lässt es sich schnell verbreiten und weltweit zugänglich machen. Wissen wird zunehmend zum Gemeingut. Und Bildung wird zur Kulturfrage, welche die gesamte Gesellschaft betrifft. Hier entscheidet sich die Zukunftsfähigkeit von Individuen, Firmen und ganzen Volkswirtschaften. Diese Entwicklung wirkt sich auch auf Unternehmenspraktiken und den Umgang mit Wissen aus.

 

Wissensprozesse neu denken

Unternehmen versuchen zunehmend, Wissen durch neue Formate zu erschließen und in der Organisation breit zu streuen. Die Erschließung erfolgt beispielsweise über die Bildung besonderer Abteilungen, die wie Startups konzipiert sind – und sich innerhalb etablierter Unternehmensstrukturen frei entfalten können. Oder mittels Kreativlabore, die eine bunte und anregende Arbeitsatmosphäre für Sprints oder zeitlich begrenzte Projekte bieten. Ihr Ziel: neue Formen des Lernens, Entdeckens und Entwickelns fördern. Bei der Verteilung etabliert sich das fluide Wissensmanagement. Wissen fließt hierarchie- und abteilungsübergreifend frei. Moderne CMS-Systeme, in denen sich Wissen strukturiert ablegen, verschlagworten und organisieren lässt, sind hierfür das Mittel der Wahl.

Für kurze, aber intensive Entwicklungsphasen haben sich mittlerweile Methoden wie Design Thinking im Arbeitsalltag etabliert. Ob Labor, Think Tank oder Startup: in vielen Formaten wird dabei Wert auf Social Skills und Empathie gelegt. Abseits der Grundlagenforschung eröffnen sich so neue Perspektiven auf Fragestellungen und fördern spontane Innovationsimpulse.

 

Internes Wissen weitergeben

Wissen ist für Unternehmen ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Neben Schulungen für die eigenen Mitarbeiter entstehen trotzdem auch immer mehr Schulungsangebote für externe Partner. Ob über Webinare, Konferenzen oder Praxisseminare – Kunden und Interessierte sollen vom Wissen des Unternehmens profitieren. Das Ziel ist, sich nicht nur über Produkte und Services zu positionieren, sondern auch als Kompetenzpartner aufzustellen. Wissensvermittlung als Mittel zur langfristigen Kundenbindung.

 

Netzwerkökonomie und Coopetition

Wirtschaft bedeutet Konkurrenz. Jedes Unternehmen versucht, möglichst viele Kunden zu erreichen. Dabei erfolgt eine Differenzierung primär über Preis und Leistung. Das ist Fakt. So haben wir es gelernt. Dass es auch anders geht, beweist gerade die Automobilbranche: Sie entdecken das Prinzip der Netzwerkökonomie neu. Ressourcen werden gemeinsam genutzt, um neue Märkte effizient zu erschließen. Vor allem im Car-Sharing und bei der New Mobility bilden sich derzeit strategische Allianzen. 2018 haben sich beispielsweise Daimler und BMW zusammengeschlossen. Ihre Absicht: mit vereinten Kräften überlegene Mobilitätsdienstleistungen anbieten. Sie setzen ihre Kapazitäten und ihr Wissen gezielt ein und realisieren so komparative Vorteile – also Effizienzgewinne. Auch im Bereich E-Mobilität haben sich kürzlich die Konzerne VW, Daimler, Ford und BMW zusammengeschlossen, um unter dem Namen Ionity ein leistungsfähiges und flächendeckendes Netz an Ladestationen zu entwickeln – und damit den Kauf von Elektroautos attraktiver zu gestalten.

Klar ist: Konkurrenz und Rivalität wird es weiterhin geben. Doch erfordern komplexe Fragestellungen immer öfter vielfältige Kompetenzen. Kooperationen und strategische Partnerschaften bieten hier die Chance, neue Felder aufzurollen und gemeinsam Innovationen zu schaffen.Hier steht der Fließtext.

Vergleich der Konzepte Cooperation, Competition und Coopetition

Das Coopetition-Konzept vereint kollaborative und kompetitive Elemente. (3D-Grafik: mangler+noller)

Open Innovation – oder die Macht der Massen

Gemeinsam Produkte entwickeln, Bugs finden oder eine große Datenbasis schaffen: Innovationen entstehen immer öfter durch die Zusammenarbeit vieler verschiedener Personen. Die Beispiele fangen bei Rezensionen in Vergleichsportalen an und enden bei der Öffnung von Innovationsprozessen in Unternehmen. In jenen Formaten können Mitarbeiter aus anderen Bereichen, externe Partner oder gar die breite Öffentlichkeit involviert sein. Heißt auch: Produkte und Services werden seltener in hermetisch abgeriegelten Labors oder Prozessen entwickelt. Andere Perspektiven und externe Expertisen gewinnen an Gewicht – und fördern gute Ergebnisse.

Ganz gleich, ob Diskussionsplattformen im Netz, Hackathons oder Seminare mit den treuesten Kunden: Open Innovation zielt darauf ab, die Qualität und den Nutzen von Neuentwicklungen zu maximieren – und gleichzeitig Kunden aktiv in den Entstehungsprozess einzubeziehen und so zu binden.

Viele heutige Herausforderungen sind komplex – sei es die Mobilitätswende, Klimaschutz oder Industrie 4.0. Für diese Aufgaben müssen auch Innovationsprozesse und der Umgang mit Wissen neu gedacht werden. Brand Innovation-Ansätze helfen hierbei, methodisch geleitet und strukturiert das Potenzial interdisziplinärer Teams voll auszuschöpfen. Mit Werkzeugen und Methoden wie agile Mindsets, Design Thinking oder Business Canvas unterstützen wir Kunden individuell. Denn isolierte Entwicklungsabteilungen gehören für uns zunehmend der Vergangenheit an. Kollaborative moderierte Formate tragen immer mehr dazu bei, bestehende Ressourcen kreativ zu nutzen und heterogenes Wissen geschickt zu kombinieren – für neue Innovationsimpulse und ergiebigere Kreationsprozesse.

 

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