Was bleibt,
ist Kreativität

Künstliche Intelligenz hat die Kreativbranche längst erreicht. Doch sind die Tage von Designern nun gezählt? Mitnichten. Vielmehr bringt KI mehr Zeit fürs Wesentliche: kreative Konzeption und einzigartige Erlebnisse.

Team bei kreativer Arbeit

Künstliche Intelligenz und Design. Großes Thema. Die Zukunft. Ein Gamechanger, der Designer arbeitslos macht. Nun ja, die Geschichte geht etwas anders. Meistens hört man nur von den halb­erfolgreichen Versuchen, menschliche Kreativität nachzuahmen. Oder von Algorithmen, die wahllos Millionen von Designvariationen erzeugen. Dabei ist künstliche Intelligenz schon längst im Design­prozess angekommen. Aber deutlich subtiler. Und darum wohl auch wesentlich nützlicher.

Für Designer bedeutet das eine Verlagerung ihrer Aufgaben und Arbeits­schwer­punkte. Denn die immer intelligenteren Programme nehmen ihnen Stück für Stück repetitive sowie einfache aber arbeits­intensive Arbeit ab. In der Adobe Creative Cloud sorgt beispielsweise eine künstliche Intelligenz namens Sensei für effizientere Prozesse. Und das in so ziemlich allen Bereichen – vom Layout über die Videobearbeitung bis hin zu Immersive-Content in Augmented und Virtual Reality. Da werden Adaptionen wie das Anpassen von Bildschirm­inhalten durch auto-reframe Optionen zum Kinderspiel, Markenassets lassen sich spielend programm­übergreifend nutzen – immer topaktuell verfügbar – und selbst mühsame Kleinstarbeiten wie das Freistellen nehmen uns intelligente Helfer in zunehmender Qualität ab.

Was bedeutet das für die Kreation? Weniger Pflicht, mehr Kür. Oder: kreieren statt kunsthandwerken. Mehr denn je müssen wir Kreativität als die Suche nach der besseren Lösung begreifen. Design als ganzheitliches Konzept sehen, das Produkte intuitiv zugänglich und möglichst komfortabel nutzbar macht. Das erfordert übergreifende Kollaboration. Die Konzeption von Content­formaten und Kommunikations­maßnahmen, die Fokussierung auf Nutzer­freundlichkeit und Erlebnis ist ein Prozess, der nicht mehr viel mit Handwerk zu tun hat.

Was bleibt, ist Kreativität. In einem agilen, kollaborativen Umfeld. Etwas, das in Zukunft wichtiger wird als jedes andere Skillset. Wird aber auch Zeit.

Kommentare

Keine Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Mit einem * markierte Felder sind Pflichtfelder

Weitere Artikel

Das Kundenmagazin: vom informativen zum interaktiven Contentformat

Früher waren Kundenmagazine reine Informationsmedien – und sanken daher Stück für Stück in der Gunst der Marketingverantwortlichen. Die Digitalisierung hat dies geändert. Und macht das E-Magazin zum interaktiven Erlebnis mit Conversion-Potenzial.

Der Konferenzstand von mangler+noller 024-B2B-Days-Stand-720px.jpg

B2B Marketing Days: Mit interaktiven Formaten Komplexität begreifbar machen

Mitte Oktober trafen sich Marketing und Vertrieb aus Industrieunternehmen in Würzburg zum Austausch. Themen gab es mehr als genug, denn die Komplexität einer Industrie 4.0 fordert die Markenkommunikation zunehmend heraus. In unserem Workshop über interaktive Formate diskutierten wir mögliche Lösungen.

Template file
typo3conf/ext/mn_sitepackage/Resources/Private/Templates/Page/Default.html
Backend Configuration
typo3conf/ext/mn_sitepackage/Configuration/TsConfig/Page/Mod/WebLayout/BackendLayouts/default.tsconfig