Inside CXI_19: Lasst uns intensiver reden!

Wir waren zu Besuch auf der CXI – der größten europäischen Konferenz für Corporate und Brand Identity. Was wir dort gelernt haben? Wir müssen reden!

Tasche mit dem Motto "love change, lose control"

Die CXI-Konferenz fand am 7. Juni unter dem Motto „love change, lose control“ in Bielefeld statt.  Im Fokus der Konferenz standen Neu- bzw. Weiterentwicklungen von Marken und ihren Erscheinungsbildern. Das besondere: Bei der CXI stehen Agentur und Unternehmen gemeinsam auf der Bühne und präsentieren ihre Arbeit. Einerseits der strategisch-ästhetische und funktionale Blickwinkel von Designern, andererseits die strategischen sowie organisatorischen Aspekte von Kunden, was vielfältige Projektfacetten und das Spannungsfeld von Identitäten zwischen der Innen- und Außenwahrnehmung aufzeigte. Für uns haben dieses Jahr vor allem die Paarungen DHL × Strichpunkt, sipgate × g31 und FC Bayern München × Interbrand überzeugt und fasziniert.

„Love change,
Lose control.“

Sascha Weisshaupt, Swisscom

Beispiel gefällig?

Nehmen wir die Paarung sipgate × g31. Hier wurde deutlich, wie wichtig ein offener und intensiver Austausch zwischen Unternehmen ist. Zu Beginn verlief das Projekt eher als Wasserfall und damit nicht iterativ. Ein Logo, am Bestehenden angelehnt, wurde entworfen, ein neues Corporate Design entwickelt, Anwendungen angedacht, dann alles wie gewünscht dem Kunden geliefert. Der Vorschlag eines schwarzen Logos seitens der Agentur konnte sipgate vorab nicht überzeugen. Alles war fertiggestellt, es lag eine monatelange Arbeit hinter ihnen und dann doch: Kill the Baby – alles auf neu. Mutig!

Zum Glück, denn im Anschluss lief das Projekt deutlich agiler. Mit vielen zweiwöchigen Designsprints und einem regen Austausch untereinander. Erwartungen wurden besser kommuniziert, Ideen nachvollziehbarer vorgestellt. Am Ende gab es dann doch das schwarze Logo – an dieser Stelle ging ein erleichtertes und für die Speaker sicherlich erlösendes „Aahhhh“ durchs auffällig Schwarz-Weiß gekleidete CXI-Publikum. Und eine Gestaltung, die Farben nur dezent und streng funktional einsetzt – anders als zu Beginn gefordert. Agentur und Unternehmen hatten sich zusammengefunden und sind gemeinsam den besten Weg gegangen. Das Ergebnis ist modern und spannend, akzentuiert und aussagekräftig. Was will Marke mehr?

Vortrag von g31 und sipgate auf der CXI_19

Wer spricht, gewinnt!

Einig waren sich die Speaker vor allem bei einem Thema: Gute Kreation entsteht erst durch die intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Kunde und Agentur. Eckpunkte eines Projekts wie Briefing und Abgabe dürfen nicht die einzigen Berührungspunkte beim Austausch bleiben. Vielmehr gilt: Gemeinsam ist man stärker. Vor allem die Richtung muss Hand in Hand entwickelt und durchdacht werden, damit die daraus abgeleiteten Schritte auch immer folgerichtig sind. Fehlinterpretationen oder ein unterschiedliches Grundverständnis führen zu unnötigen Schleifen und Reibungsverlusten – was sich schlussendlich auch auf die Qualität des Endergebnisses auswirkt.

Auf der CXI-Bühne wurde auch klar: Wasserfallprojekte, die zwischen Briefing und Deadline kaum inhaltlichen Austausch vorsehen, werden mehr und mehr durch agile Prozesse verdrängt. Wir meinen: Endlich! Gut so! Denn die Identifikation mit der Marke sowie das Wissen um Produkte und Wettbewerb ergibt sich erst in der gemeinsamen Auseinandersetzung mit dem Kunden.

Auch die weiteren Speaker hatten jede Menge Erfahrungen und Einblicke in ihre Projektarbeiten zu bieten. Und so kam irgendwann das Veranstaltungsende – viel zu früh. Aber es gibt ja noch ein nächstes Jahr!

Kommentare

Keine Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Mit einem * markierte Felder sind Pflichtfelder

Weitere Artikel

Gruppe wird auf dem Darmstädter Theaterplatz herumgeführt

Schnelle Sprints, viel Feedback

Wie sehen Kommunikationsprojekte im öffentlichen Raum aus, die Digitales und Analoges vereinen? Um diese Frage drehte sich alles beim Sommercamp der Schader-Stiftung. Entstanden sind vier Ideen – auch dank einer konsequenten Feedback-Kultur.

Wandgraffiti von Julia Benz

Make Art not War

Kann Kunst die Identität einer Stadt verändern? Metropolink, das Heidelberger Festival für urbane Kunst, stellt sich diese Frage. Und lädt ein zum Chillen, Kreativsein und sich Inspirieren lassen.

Template file
typo3conf/ext/mn_sitepackage/Resources/Private/Templates/Page/Default.html
Backend Configuration
typo3conf/ext/mn_sitepackage/Configuration/TsConfig/Page/Mod/WebLayout/BackendLayouts/default.tsconfig