B2B Marketing Days: Mit interaktiven Formaten Komplexität begreifbar machen

Mitte Oktober trafen sich Marketing und Vertrieb aus Industrie­unternehmen in Würzburg zum Austausch. Themen gab es mehr als genug, denn die Komplexität einer Industrie 4.0 fordert die Marken­kommunikation zunehmend heraus. In unserem Workshop über interaktive Formate diskutierten wir mögliche Lösungen.

Der Konferenzstand von mangler+noller

Ready to talk – alles bereit zum Austauschen und Netzwerken am mangler+noller Stand.

Komplexität einfach machen – das ist leichter gesagt, als getan. Marketing-und Vertriebsverantwortliche aus technologiegetriebenen Unternehmen wissen das nur zu gut. Denn zusätzlich zu ihren erklärungsbedürftigen, immer öfter softwarebasierten Lösungen sind sie mit zwei komplexen Ökosystemen konfrontiert: dem der Kommunikation und dem einer Industrie 4.0.

Beide Welten muss man erschließen, um sie zu verstehen – und um relevante Sachverhalte gezielt vermitteln zu können. Wer schon mal versucht hat, einem freien Mitarbeiter die Zusammenhänge einer Hochtechnologielösung im Kontext möglicher Industrieanwendungen zu erklären, weiß wovon die Rede ist. Und wer komplizierte Themen in spannende Maßnahmen für unterschiedliche Branchen und Zielpersonen übersetzen und an den jeweiligen Touchpoints platzieren muss, weiß die Vorzüge eines eingespielten Teams zu schätzen. Vorausgesetzt er hat eins.

 

Die gute Nachricht im Workshop

Der Umgang mit Komplexität ist nicht zwangsläufig eine Frage der Ressourcen. Schließlich gibt es Mittel und Wege, um Zusammenhänge mit überschaubarem Aufwand wirkungsvoll zu kommunizieren.

Zum Beispiel anhand interaktiver Contentformate. Dank ihrer Mehrdimensionalität erlauben sie es, umfassende Themenkomplexe in kleine, miteinander verknüpfte Erkenntnisschritte aufzuteilen. Darüber hinaus lassen sich unterschiedliche Medien wie 3D-Animationen, Infografiken, Videos und Dashboards einbinden, die für Abwechslung sorgen und emotionale Akzente setzen. So werden Zusammenhänge visuell schneller erfasst, erlebt und erinnert.

Grafische Darstellung: Fakten bleiben in Erinnerung, wenn Sie mit vielen Sinnen wahrgenommen werden

Relevanz ist Pflicht

Das große Plus interaktiver Anwendungen: der Benutzer entscheidet selbst, was für ihn interessant ist. Mit Gesten, Taps oder Klicks navigiert er sich zu den für ihn wichtigen Details. Relevanz ist deshalb das A und O. Was keine Bedeutung hat, wird nicht erkundet.  Ein wichtiger Aspekt, der oft unterschätzt wird: Was ist der Nutzen? Welche Erkenntnis gewinne ich? Was habe ich davon? Hier müssen Botschaft und Story die Antworten liefern – und zwar in wenigen Sekunden.

In der digitalen Welt ist Zeit ein knappes Gut. Je mehr Inhalte auf uns einströmen, umso niedriger ist die Aufmerksamkeitsspanne. Das gilt nicht nur für Inhalte aus Social Media-Newsfeeds. Auch auf Messen konkurrieren Botschaften, Bilder, Videos, Inszenierungen und Interaktionen wie Touch- und VR-/AR-Anwendungen um die Aufmerksamkeit der Besucher.

Verfängt die Botschaft, ist das Interesse geweckt. Der Besucher lässt sich ein – und wieder läuft die Uhr. Nun gilt es zu beweisen, dass sich die Aufmerksamkeit auch lohnt. Viel Geduld bringt er dabei nicht auf. „Bei einer VR- oder AR-Anwendung planen wir ca. 100 Sekunden ein“, sagt Erkan Karakoc, unser Workshop-Partner von der Agentur raumHoch. „In dieser Zeit muss die Story erlebt und der Inhalt erschlossen sein.“ Kommen die Inhalte bis dahin nicht auf den Punkt oder ist der Ablauf nicht reibungslos, wird gnadenlos abgebrochen.

Grafische Darstellung: 3 Sekunden Aufmerksamkeit, 100 Sekunden für eine Erkenntnis

Dass wir Dinge schneller begreifen, wenn wir uns mit ihnen intensiv auseinandersetzen, ist im Marketing hinreichend bekannt. Viele Verantwortliche würden deshalb gerne mehr interaktive Projekte umsetzen. Doch es gibt Hürden. In einer Umfrage des Contentmarketinginstitutes unter 341 Unternehmen benannten 50 Prozent als häufigsten Grund den Mangel an Personal. An zweiter Stelle folgte mit 39 Prozent der Mangel an Budget.

Grafische Darstellung der Hindernisse für interaktive Formate: Personal und Budget

Die Teilnehmer im Workshop kennen das Problem. Der gutgemeinte Ratschlag vom Kollegen „Mach’ doch mal ein Video!“ hilft da auch nicht wirklich weiter. Mit Bewegtbild lässt sich zwar einiges erklären, doch die Betrachter können den Sachverhalt nur passiv konsumieren.

 

Interagieren statt konsumieren

Was viele nicht wissen: Mit dem richtigen Konzept lassen sich Broschüren, Infografiken und 360°-Videos ohne großen Aufwand in erkenntnisbringende Erlebnisformate verwandeln. Sie eignen sich besonders dann, wenn die Menge an Inhalt überschaubar und das Budget eher niedrig ist.

Wenn es um komplexere Inhalte mit globaler Ausrichtung geht, macht eine App, Website, Touch-/Multitouch- oder AR-/VR-Anwendung Sinn. Was genau in Frage kommt, hängt neben Budget und Zeitrahmen vor allem vom Nutzungskontext und den Kommunikationszielen ab.

Soll die Anwendung auf Messen und in Ausstellungsräumen präsentiert werden? Ist Echtzeit-Aktualisierung ein Thema? Welche Medien sind zu integrieren? Welche Technologien zu beachten? Müssen die Inhalte jederzeit mobil verfügbar sein? Wie hoch wird die Nutzererfahrung bewertet? Welche anderen Aufwände können durch die Maßnahme ersetzt oder eingespart werden? Diese und viele weitere Fragen werden im Rahmen eines Kickoff-Meetings zwischen allen Projektbeteiligten frühzeitig geklärt. Das vermeidet Missverständnisse, erspart unnötige Runden, Zeit und Kosten.

Stefan und Erkan beim Industrie 4.0-Workshop

Das Thema unseres Workshops: Markenkommunikation & Industrie 4.0 – Wie interaktive Content­formate das Komplexitäts­problem lösen. Stefan und Erkan stellen Beispiele vor.

Die Zeit drängt

Unser Workshop-Learning: 90 Minuten vergehen wie im Flug. Vorstellungsrunde, Einführung, Best Practices und der rege Austausch ließen keine Zeit mehr für die Roadmap. Damit Teilnehmer und Standbesucher auf nichts verzichten müssen, stellen wir das Template – angereichert mit Tipps zum Vorgehen und Beispielfragen – sowie Auszüge aus der Workshop-Präsentation im Nachgang zur Verfügung. Wir bedanken uns ganz herzlich für das große Interesse, das positive Feedback und die guten Anregungen.

 

Die B2B Marketing Days: Unser Fazit

Viele neue Kontakte, nette Menschen, interessante Vorträge und Learnings. Der Austauschbedarf zum Thema Komplexität und den kommunikativen Möglichkeiten ist groß. Bleiben wir gemeinsam dran!

 

Marketing-Fachkongress für den Mittelstand

Jedes Jahr im Oktober treffen sich Marketing- und Vertriebsverantwortliche aus der Industrie bei den B2B Marketing Days zum Wissensaustausch und Netzwerken. Das Event wird von dem Fachmedium marconomy in den Räumen des Vogel- Fachverlages veranstaltet. Neben Vorträgen zu Marketingtechnologien und Kommunikationsstrategien gibt es ein vielseitiges Workshop-Programm.

 

 

Mit interaktiven Contentformaten komplexe Inhalte kommunizieren.

Foto von den B2B Marketing Days

Fachartikel auf marconomy.de: „Industrie 4.0: Wie interaktive Content­formate das Komplexitäts­problem lösen“

Touchanwendung im Einsatz

Fachartikel auf agenturmatching.de: „Wie Industrie 4.0 zum interaktiven Markenerlebnis wird“
 

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